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Schüler zeigen, wie fit sie sind – und Regierungsrat Ankli gibt zum ersten Mal Autogramme

31 Jul ’17 - 10:31

von Melina Aletti

Bildungsdirektor Remo Ankli machte sich am Donnerstag ein Bild von der so.fit-zertifizierten Schule in Starrkirch-Wil. Beim Zuschauen blieb es aber nicht. Der Regierungsrat machte mit – und wurde im Anschluss auch noch wegen Autogrammen gefragt.

Drei Buben jonglieren, daneben spielen zwei Mädchen Frisbee, andere balancieren auf Rollen. Einen Stock tiefer klettern einige Erstklässler über Hindernisse und lesen dabei laut Wörter ab Zetteln vor, die auf den Hindernissen liegen. Diese und noch viele weitere solcher Szenen waren gestern an der Primarschule in Starrkirch-Wil zu beobachten. Die Schule ist seit Ende 2015 mit dem Label so.fit ausgezeichnet.

Dieses Label wird durch die kantonale Sportfachstelle und das Volksschulamt vergeben. Es zeichnet Schulen aus, die sich als besonders bewegungsfreundlich erwiesen haben. Dazu gehören Sportlager, wie beispielsweise das Skilager, oder ein qualitativ hochwertiger Turnunterricht. Aber auch der freiwillige Schulsport, der in Starrkirch-Wil von der Stadt Olten angeboten wird, und die bewegten Pausen sind ein wichtiger Bestandteil.

Ankli legt bewegte Pause ein

Bei seinem Besuch in Starrkirch-Wil machte Landammann Remo Ankli selbst mit bei einer solchen bewegten Pause. Nach einer Sequenz ruhiger Arbeit, die Schüler waren am Lesen, wurden die Dritt- und Viertklässler von ihrer Lehrerin Stefanie Sutter unterbrochen und erhielten folgende Aufgabe: Sie sollten zu zweit zwei Stifte zwischen den Zeigefingern einklemmen. Dann bewegt sich einer der beiden und sein Partner muss so folgen, dass die Stifte nicht zu Boden fallen. Die Schüler machten sich sogleich daran, die Aktivität auszuprobieren.

Auch wenn sie durch den hohen Besuch ein wenig eingeschüchtert und deshalb ruhiger als sonst waren, machten sie begeistert mit. Die Lehrerin gab immer wieder Hinweise, wie man die Aufgabe noch ausbauen könnte, zum Beispiel indem sich die Kinder auf den Boden legen. Wenige Minuten später, nachdem sich alle ein wenig bewegt und den Kopf ausgelüftet hatten, wurde die Übung beendet und die stille Arbeit konnte fortgesetzt werden. Doch bevor der Regierungsrat das Zimmer verlassen konnte, musste er den Kindern noch Autogramme geben. Eine Premiere für ihn, wie er selber sagte.

Bewegung kommt gut an

Im Anschluss daran fragte Remo Ankli drei Schülerinnen der fünften Klasse nach ihren Erfahrungen mit so.fit. Jessica, Luisa und Giorgia, die sich auch in ihrer Freizeit sportlich betätigen, gefällt die zusätzliche Bewegung im Unterricht. Sie gehören zu den Schülern, die den Wechsel zu so.fit miterlebt haben. Luisa sagte: «Nach der Bewegungspause kann man sich wieder besser konzentrieren.»

Giorgia ergänzte: «Nach einer Bewegungspause verstehe ich den Unterricht besser.» Die drei schätzen vor allem, dass oft verschiedene Themen oder Fächer mit den Bewegungspausen voneinander getrennt werden. Luisa findet die Bewegungspausen jedoch nicht immer positiv: «Mich stört es manchmal, wenn ich voll in einem Thema drin bin und die Arbeit dann unterbrochen wird.»

Nicht nur in der Pause

Neben den Bewegungspausen ist auch das bewegte Lernen ein Bestandteil einer so.fit-Schule. So übten sich die Erstklässler von Lina Müller zum Beispiel im Lesen, während sie ganz verschiedene Bewegungsformen ausführten. Einige standen auf Bällen, während sie einen kurzen Text laut vorlasen. Andere absolvierten einen Hindernisparcours, auf dem Zettel mit Wörtern zum Vorlesen verteilt waren.

Neben Remo Ankli verschaffte sich auch Eva Inversini, Chefin des Amtes für Kultur und Sport, einen Einblick in den Alltag einer so.fit-Schule. Der Tag war für die Schüler alles andere als alltäglich, weil neben den Vertretern des Kantons auch Medienschaffende inklusive einem Team von Jump-TV anwesend waren. Jump-TV produziert einen Werbefilm für das Label.

Philipp Heri, Beauftragter für Bewegung und Sport, sagt: «Bis heute sind zehn Schulen mit dem Label so.fit ausgezeichnet.» Davon sind vier Oberstufen und sechs Primarschulen. Pro Jahr kommen im Schnitt zwei Schulen dazu. Heri ist es wichtig, dass das Label nicht allzu schnell wächst, sondern dass sich die ausgezeichneten Schulen weiterhin qualitativ verbessern.

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