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Wegmarken statt Echokammern

14/02/2017 - 17:50

Zu Beginn meines Amtsjahres als Landammann des Kantons Solothurn richte ich einen Blick voraus auf die kommenden Herausforderungen in den Bereichen Bildung, Kultur und Sport.
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Lächeln ja – aber bitte mit Substanz

28/01/2013 - 15:15

Im Kanton Solothurn wird in diesen Tagen viel und gerne gelächelt. Der Grund ist nicht unbedingt die grosse Zufriedenheit und Lebensfreude der Menschen, sondern die bevorstehenden Gesamterneuerungswahlen für die Regierung und den Kantonsrat. Da ich selber Kandidat bin, weiss ich aus eigener Erfahrung, wie wichtig Bilder in einer Wahlkampagne sind; sie hinterlassen beim Betrachter starke Eindrücke – in positivem oder negativem Sinn.
Lachen ist gesund, und lächelnde Menschen wirken sympathisch. Noch wichtiger als das Lachen an sich scheint mir die Gabe der Selbstironie zu sein.

Lob des Dilettantismus

09/01/2013 - 19:02

Regelmässig alle vier Jahre werden in den Gemeinden Männer und Frauen gesucht, die sich für frei werdende Sitze in Räten und Kommissionen zur Verfügung stellen. Im kommenden Jahr ist es wieder so weit: Im Schwarzbubenland sind zahlreiche neue Gemeindepräsidenten, Gemeinderäte und Kommissionsmitglieder zu wählen. Die meisten dieser politischen Funktionen sind Ehrenämter, die mit einer bescheidenen Bezahlung honoriert werden, hier ist sie ein bisschen höher, dort ein wenig tiefer.

Mit Parkinson gegen Bürokratiewachstum

03/12/2012 - 16:40

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. So könnte der parlamentarische Vorstoss überschrieben sein, der vor einigen Monaten im Nationalrat breite Unterstützung fand. Er verlangt, dass der Bund ein Rahmengesetz für die Sozialhilfe erlässt, das heisst: Der Bund soll für die bisher von den Kantonen geregelte und mit Hilfe der Gemeinden auch bezahlte Sozialhilfe zentralistische Vorschriften erlassen. Die gut gemeinte Absicht besteht darin, Doppelspurigkeiten zwischen den verschiedenen Sozialwerken abzubauen. Das Mittel, mit dem dieses hehre Ziel angestrebt wird, sind eine Harmonisierung der kantonalen Sozialhilfepraktiken sowie Standards, die für sämtliche Kantone verbindlich sein sollen. Harmonisieren und vereinheitlichen, so lautet nicht nur in diesem Fall, sondern leider immer öfter das Rezept derjenigen, die an die Segnungen der Bürokratie glauben. Doch das Erschaffen bürokratischer Systeme ist wie das Säen von Pflanzen – sie wachsen und gedeihen.

Eine Amtsstelle ist kein Grund für Fatalismus

12/11/2012 - 00:26

Die alten Römer nannten ein unabwendbares Schicksal Fatum. Davon abgeleitet ist das Adjektiv fatalistisch. Kann man einem ungünstigen Schicksal trotzen? Natürlich, einen Versuch ist es immer Wert, aber es benötigt viel Kraft. Wenn sich dieser Tage im Schwarzbubenland die Damen und Herren Gemeinderäte über die Budgets für das kommende Jahr beugen, werden sich die meisten von den Schicksalsgöttern verlassen fühlen. Massgeblich schuld an diesem Malaise sind die Kostensteigerungen in der Sozialen Wohlfahrt. Wenn das Amt für soziale Sicherheit jeweils im Sommer das Schreiben mit den neuen Zahlen für das Leistungsfeld „Soziale Sicherheit“ verschickt, glaubt man sich als Gemeindeverantwortlicher einem unentrinnbaren Schicksal ausgeliefert.